Wechselwirkungen von Metallen im Mund

Durch die Verwendung von Metallen in der Mundhöhle kann es zu verschiedenen physikalischen Effekten kommen.

  • Unterschiedliche Metalle im Mund reagieren mit dem Speichel unter Bildung galvanischer Elemente, wodurch zum Teil hohe elektrische Ströme fließen (Batterie-Effekt).
  • Die elektrischen Felder zwischen den verschiedenen Metallen laden Mundschleimhaut und Kieferknochen auf und können unser Zentralnervensystem irritieren. Oft ist die Spannung im Munde der Patienten, die mehrere verschiedene Metalle im Mund haben, um ein vielfaches höher, als die Spannung mit der unsere Zellen im Gehirn und Nervensystem arbeiten. Die Zellkommunikation wird also durch Metalle in der Mundhöhle erheblich gestört.
  • Aufgrund der zunehmenden Belastung durch Elektrosmog, Handystrahlung etc. haben Metalle im Mund Antennenwirkung. Sie wirken als Verstärker externer Funkwellen.

Diese elektrischen Phänomene treten vor allem dann auf, wenn sich Füllungen, Kronen, Brücken und Prothesen aus verschiedenen Metallen im Mund des Patienten befinden. Dies wiederum ist oft die traurige Realität. Es führt häufig zu den unterschiedlichsten Symptomen, wie z.B. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Metallgeschmack im Mund, Kopf- und Muskelschmerzen, Migräne, Konzentrationsstörungen, rheumatisch Beschwerden, aber auch psychische Probleme und vieles mehr.

Mehr Informationen über die Wechselwirkungen der unterschiedlichen Metalle im Mund finden Sie unter www.gzm.org. Der Artikel der ganzheitlichen Zahnärztin Hiltrud Boeger setzt sich sehr ausführlich mit diesem Thema auseinander.

Um elektrische Wechselwirkungen weitestgehend auszuschließen, streben wir eine metallfreie zahnärztliche Versorgung an.

Metallfreiheit im Mund – Zahnersatz aus Vollkeramik als Alternative zu Metall

Metallfreie Füllungen sind seit vielen Jahren durch die Verwendung von hochwertigen Kunststoffen oder durch Keramikinlays und Keramikteilkronen möglich, die sich durch größere Haltbarkeit auszeichnen.

Seit einigen Jahren lässt sich nun auch die High-Tech-Keramik Zirkonoxidkeramik in der Zahnmedizin verarbeiten.
In der Medizin wird diese Keramik in der Hüftgelenkschirurgie schon seit 20 Jahren mit großem Erfolg eingesetzt.
Zirkonoxid zeichnet sich vor allem durch eine sehr gute Körperverträglichkeit aus. Wechselwirkungen mit anderen dentalen Werkstoffen sind derzeit nicht bekannt. Auch unsere eigenen Materialtests sowie die anderer GZM-Mitglieder bestätigen immer wieder die sehr gute Verträglichkeit dieser Keramik.

Zahnersatz aus Zirkonoxid ist des Weiteren sehr stabil, hat eine hohe Bruchfestigkeit und eine gute Haltbarkeit.
Kronen und Brücken aus Zirkonkeramik bestechen durch ihre Natürlichkeit. Es lassen sich ästhetisch einwandfreie Ergebnisse erzielen, so dass Sie eine Zirkonkrone nicht von einem gesunden Zahn unterscheiden können.

Durch die Verwendung von Zirkonoxidkeramik ist es nun in den meisten Fällen möglich geworden auf Metalle in der Mundhöhle komplett zu verzichten. Kronen und Brücken lassen sich aus diesem Material genauso herstellen wie Implantate.
Wir verwenden in unserem Praxislabor das Cercon – System, der Firma DeguDent zur Verarbeitung von Zirkonoxidkeramik und haben damit sehr gute Erfahrungen gemacht.

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